Handy ja, Strahlung nein danke
~ 11. Januar 2010 ~
Könnte zukünftig das Motto beim Thema Mobilfunk in Frankreich sein. Dort wurden die bestehenden Forschungsergebnisse 2 Jahre lang analysiert und ein sechsjähriges Forschungsprojekt hat wieder einmal festgestellt, dass die Grenzwerte eingehalten werden.
Hinweise auf direkte Gesundheitsfolgen gab es dabei nicht, doch betonet wurde, dass für Langzeitrisiken von elektromagnetischer Felder auf Menschen der Wissenstand weiterhin unbefriedigend ist und es keine Entwarnung geben kann.
Aufgrund dieser geteilten Ergebnisse wurde ein technisches Projekt zur Minimierung der Strahlenbelastung beschossen. 290 Städte und Gemeinden bewarben sich um die Teilnahme und 16 davon wurden ausgewählt.
In diesen Gemeinden soll die Belastungsgrenze von derzeit zulässigen 61 V/m auf 0,6 V/m abgesenkt werden. So sollen weiterhin Handytelefonate möglich sein, doch die Gesundheitsvorsorge ernstgenommen werden.
Dies geschieht in erster Linie durch deutlich verringerte Sendeleistung der Stationen.
Dieses Projekt zeigt den Weg auf, den auch wir seit langem fordern. Es kann nicht sein, dass man sich auf rein technisch fixierte Grenzwerte ausruht, obwohl es zwischenzeitlich um völlig andere Bedingungen beim Mobilfunk geht. Bei Verabschiedung der Grenzwerte dachte niemand, dass Sendestationen oft wenige Meter neben den Wohnräumen gebaut werden und das digitale Mobilfunknetz wurde mit Senderadien von über 60 km konzipiert.
In Westhausen könnte nun der Netzbetreiber das Vertrauen wieder herstellen, indem dieser sich den französischen Ansatz zum Vorbild nimmt und eine Mobilfunkstation errichtet, die ebensolche geringen Belastungsgrenzen einhält. Die baubiologischen Richtwerte ermöglichen Handynutzung und zufriedene Anwohner.
Wir Bürger sind bereit, mit dem Betreiber zusammen eine gemeinsame Lösung auszuarbeiten.