Am Montag wird entschieden

In der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag den 30. August 2010 wird durch den Rat entschieden werden, wie es mit dem geplanten Mobilfunkstandort Kilianshügel weiter gehen wird. Wie der Bürgermeister ausführte, ist geplant die Entscheidung im nichtöffentlichen Sitzungsteil zu fällen. Damit soll verhindert werden, dass die Bürger wissen, welches Ratsmitglied wie abstimmte.
Ich finde dieses Verfahren nicht gut für das Dorf und die Bürger. Ein Gemeinderat sollte zu seiner Entscheidung stehen, gerade bei diesen Thema in Westhausen, das für soviel Leid und Sorgen steht.
Wenn sich die Räte in die Anonymität zurückziehen wollen, dann dürfen sie nicht mit abstimmen oder müssen selbst eine Bürgerbefragung organisieren.

Die Mehrheit der Westhäuser Bürger die sich zu dem neuen Standort des vodafone Senders äusserten, wollen eine Mobilfunkanlage die den Handyempfang in Westhausen, Haubinda und Schlechtsart ermöglicht, aber sie wollen insbesondere minimierte Belastungen und nur eine reine GSM Anlage ohne weitere Aufrüstungen. Dies zeigt die durchgeführte Unterschriftensammlung klar. Auch weitere Dienste werden durch die Mehrheit nicht gewünscht.

Technisch ist eine solche Lösung weder kompliziert noch teuer, im Gegenteil. Die angesetzten Kosten vodafones von rund 125.ooo € für eine neue Anlage würden deutlich unterschritten werden.
Für den Gemeinderat wäre es ein einfaches, diese Bedingung in den Pachtvertrag zu festzuschreiben und so den Schulterschluss mit den Bürgern zu suchen. Mit dieser Lösung könnten dann alle Beteiligten zufrieden sein. Die Netzversorgung mit D2 wäre sicher gewährleistet, die Belastung minimiert und so sind Gegner und Befürworter unter einem Hut versammelt.

Wie sich dann vodafone entscheidet kann keiner vorhersehen. Gerade da Herr Zeitz betont hatte, dass noch keine Entscheidung gefallen ist, stehen die Chancen jedoch gut, den Prozess nun aktiv mit zu beeinflussen.
In anderen Gemeinden hatte vodafone ebenfalls versucht, Ersatzstandorte zu finden und dort erlebte man, dass das Interesse gross ist, überhaupt wieder eine Mobilfunkanlage betreiben zu können. So ist vodafone von uns abhängig, auch wenn dies ungern zugegeben wird.
Nun ist also die Weitsicht und Stärke des Gemeinderates gefragt, um die Sache Mobilfunk in Westhausen mit nicht noch mehr negativen Stimmungen zu belegen und diese Chance hin zu einer positiven Entwicklung nicht zu vergeben.

Kronen Zeitung berichtet von Bestätigung einer Handystudie

Gernot Pauser sowie seine Kollegen Univ. Prof. Gerhard W. Hacker und Dr. Christoph Augner haben vor zwei Jahren mit einer Handymasten-Studie für Wirbel gesorgt:
Be einem Feldversuch haben sie festgestellt dass die Mobilfunkstahlung bei den Kindern eines Salzburger Kindergarten den Stress der Anwesenden erhöht, das Immunsystem schwächen und Depressionen befördert.

Nun wurde die Studie in namhaften Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht, was das Ansehen und die Glaubwürdigkeit massiv steigert.

Mehr und Details in der Originalmeldung:

Kronen Zeitung

vodafone in Westhausen: Wars das?

Gestern Abend war die Informationsveranstaltung im “Alten Brauhaus” und anwesend waren neben zahlreichen Bürgern, ein Teil der Gemeinderäte und dem Bürgermeister natürlich Herr Zeitz von vodafone. Alleine mit Beamer und Notebook, sowie einer Infobroschüre auf matten Papier gedruckt. Kein Techniker, keine Dame dabei.

“Sicherheit durch Transparenz” steht drauf. Gut klingender Slogan, nur was steht wirklich dahinter?

Der Standardvortrag des Herrn Zeitz begann mit einer kurzen Einführung zum lokalen Standort und in den ersten Minuten gleich mehrfach den Hinweis, dass vodafone noch nicht beschlossen hat, dass es einen neuen Sender geben wird.
So baut man eine Stimmung auf, dass den Zuhören, den Westhäusern etwas entgehen könnten, so dreht man den Spieß um, taktisch gut vorbereitet.

Dann eine kurze Einführung in die Physik, die man zusammenfassen kann, indem ich hier schreiben, von 1 Hz bis zu 300 GHz ists alles eins, elektromagnetisch halt und kein Problem, denn die Sonne strahlt mit 1400 W/m2 auf uns alle, wir halten das aus und alles ist kein Problem.

Unglaublich, wie sachlich man das untermalt mit Folien bringen kann. Interesanterweise begannen die Mikrowellen auf den Folien erst bei über 3 GHz. Warum? Ist der Begriff Mikrowelle schon verbrannt? Soll er gemieden werden, wenn wir über 2,4 GHz oder 1 GHz reden?

Dann folgen fast 45 Minuten mit Hinweisen auf Organisationen wie die WHO, ICNIRP und weiteren, die angeblich über jeden Zweifel erhaben sind. Es werden Studien beleuchtet, die zeigen, dass es keinerlei Einfluss auf Menschen gibt, eine verwirrente Reihe, die ihr Ende in einigen “Gegenstudien” findet, die er aushebelt. Interessanterweise Studien, welche die Verfasser zB selbst nie als Studie bezeichnet hatten und die angeführte Hauptkritik ist, dass die Verfasser einen beliebigen Radius gewählt haben und die persönlichen, vertraulichen Daten der Erkranken nicht mit veröffentlichen.
Datenschutz scheint für vodafone ein Begriff zu sein, den sie erst noch lernen müssen. Auch diese Sätze werden den nächsten Vortrag von Herrn Zeitz und anderen wieder etwas geschliffeneren machen. Sei´s drum. Wirklich makaber wurde es, als er das Verspeisen von “Geräuchertem” als Krebsursache hoch hält, aber alle technischen Einflüsse der Technologie auf Placebo bzw. Nocebo -Effekte reduziert und damit ausschloß.

Unterdrückt wurden natürlich all die Einflussnahmen der Industrie auf die Organisationen, die Hinweise, dass sie durch sie selbst gegründet wurden, ebenso wie all die Korruptionszahlungen der Hersteller, die teils in Milliardenhöhe flossen, wie auch die kritischen Studien oder die Hinweise, dass keine Studie bisher Langzeitfolgen beschreibt oder diese als nicht vorhanden ausschließt. Ebenso die Warnungen der EU bei Gebrauch durch Kinder und Jugendlichen oder die kritischen Ergebnisse von Studien wie der REFLEX- Studie, die schon heftig angegriffen wurde.

Zugedröhnt mit Bildern und Fakten, bleibt vordergründig hängen, es gibt keinerlei Einwände und das in einer Gemeinde die erleben musste, wie schnell ungewöhnliche und auffällige Krebsfälle bei den direkten Anwohnern gehäuft auftraten. Einwohner, die die arrogante und unverschämte Vorgehensweise des Betreibers jahrelang erlebten, die erfuhren wie kompromisslos und ohne Rücksichtnahme auf Bürger, Kinder, Kindergarten und Vereinbarungen einzig ihr Geschäft und Weg betrieben wurde.

Doch die Kritik blieb nicht aus, von Gemeinderatsmitgliedern, von Bürgern und auch umfänglich von mir. Er hatte jedes mal eine geschmeidige Antwort parat, einen Winkelzug zum Aushebeln, mein Lob hab ich ihm öffentlich ausgesprochen. Vodafone, zahlt Herrn Zeitz eine Prämie, er macht seinen Job gut und viel besser als vor 8 Jahren.

Doch ob seine Masche ziehen wird ist zu bezweifeln, denn das schnelle Internet gibt hier es noch nicht und brauchen die wenigsten, wenn sie mobil unterwegs sind. LTE kennt keiner anwesender Bürger ausser Herrn Zeitz und mir. Einen grossen Standort mit Untervermietung will auch keiner, sie wollen einfach mobil erreichbar sein, dazu genügt ihnen das GSM, wie es bisher vorhanden ist. Das wurde mehr als deutlich, auch durch die emotionalen Ausführungen des Bürgermeisters mit seinen Hinweisen, wie wichtig dies schon in seinem eigenen Leben war.
D1 funktioniert im Dorf im Freien gut, vodafone sogar im tiefen Keller, wo es keiner braucht. Doch zu oft hat Herr Zeitz schnell mit nein geantwortet, um in seinen folgenden Ausführungen ein ja draus zu modellieren, das viel auf, –nicht nur mir. Kopfschüttelnd sahs so mancher Einwohner da, ob bei den Fragen zu den Pachtverträgen, zu der technischen Aufrüstung oder weiteren Betreibern am Mast.

Nun ist es am Gemeinderat zu beraten oder bei den Bürgern ein Bürgerbegehren anzustreben. Doch zu Letzerem gibt es Bedenken, hörte man nach der Veranstaltung, denn die Mehrheit sieht die Probleme im Dorf und sie lehnen die Antenne ab, hieß es und viele diese ehr älteren Mitbürger nutzen weder das Internet noch das Handy, –sie haben gar keines, und werden so wohl für das Bürgerbegehren stimmen. Damit wäre dann der Standort Kilianshügel Geschichte, bevor er dazu wurde. Die notwendige Anzahl an Unterstützer hätte man sehr schnell zusammen, bei der spontanen Unterschriftensammlung im Dorf kamen schon weit mehr als doppelte Menge an Unterschriften wie dafür notwendig wären zusammen.

Die Karten sind also verteilt und es beginnt ein neues Spiel. Die Veranstaltung war gut für das Dorf, ob sie gut für vodafone war, glaube ich nicht.
Das Spiel ist jedoch noch offen und ich erwarte eigentlich von vodafone, dass sie auf uns zugehen, uns entgegen kommen und nicht wieder einen einseitigen Knebelvertrag und ihre Lösung durchsetzen. Das habe ich Herrn Zeitz nach der Veranstaltung auch persönlich verdeutlicht.
Sind sie taktisch klug und wirtschaftlich denkend, werden sie mal durchrechnen, was ein kleine Ausführung der Sendestation kostet, die ein grösseres Gebiet als bisher wesentlich besser vom Standort “Kilianshügel” abdeckt, der somit die anderen Orte die bis heute keine Versorgung haben mit einschließt und was sie damit an positiven Ansehen gewinnen können. Eine kleine GSM Anlage, also ein kleiner Schaltkasten und einem Stummelmast wie vor Seßlach zu sehen. Antennenhauptrichtung mit Vernunft an die Topografie angepasst (und nicht wie immer noch einfach mit der Standardausrichtung) oder eine einfache Omni-Antenne sollte sich eigentlich rechnen lassen.

Die Bürger hier würden es begrüssen und wenn sich vodafone dann noch nen Bonus verdienen wollen, sollten sie ihr vodafone Kabel dsl im Dorf vorstellen, dann gewinnen sie mehr, –viel mehr, als sie bei der Realisierung eines grossen Standortes verlieren würden.

Westhausen – Informationsveranstaltung vodafone D2 Gmbh Ost

Am 11.82010 lädt vodafone und die Gemeindeverwaltung Westhausen alle Bürger und Interessierte ein um 19.oo Uhr ins Alte Brauhaus zu kommen. Dort wird Herrn Helmut Zeitz von vodafone Informationen zu dem geplanten Abbau der bisherigen Sendeanlage im Dorf und der geplanten Neuerrichtung eines Sendemastes ausserhalb des Dorfgebietes auf dem Kilianshügel Rede und Antwort stehen.
Das Freie Wort berichtete bereits am 02.12.2009 von dem Abbau der Sendeanlage und berichtete, dass eine vodafone eine Fläche auf dem “Kilianshügel nämlich nun gern pachten würde, einen 30 Meter hohen Mast bauen.
Diese hohe Sendeanlage ist für eine Versorgung des Dorfgebietes und der Agrar- und Waldflächen vollkommen unnötig. Sie ist in dieser Höhe nur notwendig wenn man grosse Teile des Umlandes bis Heldburg und weiter mit Funkdiensten versorgen möchte. Auch wird im Dorf gemutmasst dass dort nicht nur eine Mobilfunksendeanlage wie bisher installiert werden soll, sondern noch weitere Funkdienste.

So wurden diesmal die Bürger im unteren Dorf hellhörig und sammelten spontan Unterschriften in diesem nun dem Sender nahegelegenen Ortsteil. Dabei wurde zwei Optionen herausgearbeitet, die dritte viel nach Vorgesprächen komplett weg, da sich alle angesprochenen dagegen aussprachen, was auch in verschiedenen Gemeinderatssitzungen so zu erfahren war.

Möglichkeit A fordert die Gemeinde auf einen Pachtvertrag mit vodafone Gmbh mit kurzer Laufzeit abzuschließen und in diesem ein gleichberechtigtes Kündigungsrecht festzuschreiben. Weiter muss darin die Festlegung auf eine Beschränkung auf einen reinen Ersatz der bisherigen GSM Funkanlage fixiert werden und die funktechnisch ausreichende Abdeckung mit ca. 5 mikroW/m2 Leistungsflusssdichte im Dorfgebiet nicht überschritten werden.
Mit dieser Lösung kann man wie gewohnt und vermutlich sogar deutlich besser mobil im D2 Netz in und um Westhausen telefonieren.

Möglichkeit B fordert den Gemeinderat auf, den Pachtvertrag für den Kilianshügel generell abzulehnen und auch keine andere Ersatzlösung anzubieten.

Die dritte Variante, einen Funkmast mit beliebiger Funktechnik über die bereits bestehende GSM Anlage zu errichten fand keinerlei Zustimmung bei den Befragten.

74 Personen sprachen sich für die Lösung A aus und immerhin 47 sind für die generelle Ablehnung. Dies zeigt, dass die Westhäuser weder technologisch rückständig sind noch dass sie unkritisch nach all den Erfahrungen mit der bisherigen Sendeanlage sind.
Zieht man die erste Unterschriftensammlung hinzu, kann man interpretieren, dass über 2/3 der Einwohner des gesamten Dorfes gegen eine Funkanlage sind im Wohnumfeld sind.

So wird der Abend im Brauhaus sicher ein spannend werden und ich selbst bin sehr auf Herrn Zeitz Ausführungen zu dem nun geplanten Standort gespannt. Ich möchte daran erinnern, dass der Standort Kilianshügel durch die Gemeinde 2001 als Alternativstandort bereits angeboten wurde und Herr Zeitz und ein Funktechniker bei der damaligen Informationsveranstaltung ausführte: “Der Standort ist funktechnisch undenkbar, denn von dort aus erreicht man die Handys im Dorf nicht”, sowie “dass der Standort zu hoch liegt und alle anderen Funkzellen in der Umgebung massiv stören wird”, das Ganze untermalt mir grossen bunten Landkarten und auf einer Planungsgrundlage mit einem kurzen Stummelmast gegenüber den nun geplanten 20/30 m Mast.

Italien: Urteil zu Handy und Gehirntumor

„Urteil zu Handy und Gehirntumor rechtskräftig“.

Das Oberlandesgericht in Brescia (Norditalien) hat durch ein nun rechtskräftiges Urteil einen ursächlichen Zusammenhang bestätigt:
Der Gehirntumor eines Angestellten der INAIL (Istituto Nazionale per l’Assicurazione contro gli Infortuni sul Lavoro, Öffentlicher Träger der Pflichtversicherung) ist auf sein geschäftlich bedingtes stundenlanges Telefonieren mit Handy und Schnurlostelefon zurückzuführen. Das Urteil ist auch deshalb bahnbrechend, weil die Richter industriefinanzierte Gutachten als nicht glaubwürdig ausschlossen und sich nur auf industrieunabhängige Studien stützten.
Heidi Streminger, Präsidentin der MCS (Multiple Chemikaliensensibilität)-Selbsthilfeorganisation Schweiz (www.mcs-sos.ch ) bittet um Unterstützung für Prof. Olle Johansson, denn er hat ihr in einer Mail geschrieben, dass man ihn gebeten hat, sein Büro am Karolinska Institut zu räumen, da man dieses anderweitig benutzen möchte. Dass man ihm nun seinen langjährigen Arbeitsplatz wegnehmen will, ist für den Forscher unverständlich, da es, wie er ihr schreibt, genügend freie Räumlichkeiten am Institut gibt, siehe Anhang.

Prof. Olle Johansson hielt beim International Workshop on EMF Hypersensitivity in Prag im Oktober 2004 den Vortrag:
Electrohypersensitivity: Observations in the Human Skin of a Physical Impairment, siehe:
http://www.who.int/p … eedings_June2006.pdf ab S. 93.

Urteil in Deutsch

 

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